Fallstudie Deutschland: Untere Weser

Die deutsche Fallstudie wird im Flusseinzugsgebiet der Weser durchgeführt. Hierzu arbeitet Seecon mit dem Koordinationsbüro – der Geschäftstelle – der Flussgebietsgemeinschaft Weser (FGG Weser) zusammen. Als I-3[1] liegt das Hauptaugenmerk der Studie auf den Gebietskooperationen (siehe unten) als eine Methode "Stakeholder" bzw. Akteure des Wassermanagements direkt mit einzubeziehen. In diesem Kontext wird der Fokus zusätzlich auf der Zusammenarbeit und Interaktion der unterschiedlichen räumlichen und administrativen Ebenen und Sektoren liegen, welche die zwei Hauptaufgaben der Umsetzung der WRRL zu bewältigen haben: der Festlegung von ökologischen Zielvorgaben und der Auswahl von passenden Maßnahmen.


Das Flussgebiet der Weser (schwarze Linie) und die Grenze des Bundeslandes Niedersachsen im Süden und Norden (dicke rote Linie)
(Topographische Karte entnommen aus "Bewirtschaftungsplan Flussgebietseinheit Weser. 2005. Bestandsaufnahme. FGG Weser")

Die Studie konzentriert sich auf das Koordinationsgebiet Weser, das den unteren Teil des Flusseinzugsgebiets ausmacht. Das Gebiet befindet sich in Nord-West Deutschland im Bundesland Niedersachsen. Im Gegensatz zu anderen Europäischen Ländern ist die Umsetzung der WRRL in Deutschland nicht Aufgabe des Bundes, sondern liegt in der Verantwortung der Bundesländer.

Die deutsche Fallstudie wird beurteilen in welchem Ausmaß Gebietskooperationen, als ein Instrument zur aktiven Einbindung von Interessensgruppen, in der Lage sind, die Implementierung der WRRL innerhalb des administrativen Rahmens zu erleichtern. Im Besonderen soll ihre Rolle bei der horizontalen und vertikalen Zusammenarbeit der Beteiligten zur Entscheidungsfindung untersucht werden. Darüber hinaus sollen die Ergebnisse resultierend aus der neuesten Initiative zum Aufbau einer Wasseragentur (mit dem Vorbild der Französischen Agence de l'eau) als potentielle I-3 ausgewertet werden.

Als eine Form direkter und aktiver Einbeziehung hat das Niedersächsische Umweltministerium im Herbst 2005 (MU Nds. 2005) 28 so genannte Gebietskooperationen (area cooperations) gegründet, die ganz Niedersachsen abdecken. Die Kooperationen sind als langfristige Institutionen angelegt, die die Implementierung der WRRL in Bezug auf die Oberflächengewässer unterstützen sollen. In den meisten Fällen überschneiden sich diese Gebiete regional mit denen, die in der WRRL als Bearbeitungsgebiete für Niedersachsen definiert wurden.

Die Gebietskooperationen bestehen üblicherweise aus ungefähr 15 Teilnehmern von verschiedenen Organisationen, welche die unterschiedlichen Bereiche wie u.a. Wasserwirtschaft, Landwirtschaft und Naturschutz repräsentieren. Demzufolge erfüllen sie zu einem Großteil die Forderung der aktiven und direkten Stakeholder-Beteiligung. Obwohl der offizielle Informations- und Beratungsprozess auf der Ebene der Flusseinzugsgebiete, welcher Ende 2006 gestartet wurde, die Umsetzung der WRRL ebenfalls beeinflussen kann, so werden die wichtigsten Diskussionen und vielleicht sogar Entscheidungen auf der Ebene der Gebietskooperationen, als Institutionen der aktiven Einbindung, stattfinden (Kastens und Newig 2008). Dieses innovative Mittel zur praktischen Umsetzung von Partizipation dient als Ausgangspunkt um den institutionellen Rahmen zur Implementierung der WRRL in Bezug auf die Integration und Einbeziehung von Stakeholderwissen in die Entscheidungsprozesse der verschiedenen Ebenen zu analysieren. Ein Schwerpunkt liegt hierbei auf den Mechanismen, die die vertikale und horizontale Interaktion bei der Entscheidungsfindung garantieren.

Die folgenden Kooperationen wurden für eine intensivere Untersuchung ausgewählt:

Alle Gebietskooperationen befinden sich im Flusseinzugsgebiet der Weser, das insgesamt betroffen ist von


(Abb. basierend auf FGG Weser: www.fgg-weser.de)

Während das erste Problem des Salzgehaltes nur für das Gebiet der Leine-Westaue gilt, betreffen die Probleme des anthropogenen Anstiegs der Nährstoffbelastung und der strukturellen Problematik alle drei Fallbeispiele. Die aktive Einbeziehung von Interessensgruppen bei der Implementierung der WRRL in Form der Gebietskooperationen zielt darauf ab, solche Unterschiede zu berücksichtigen, in dem die Entwicklung von typischen und innovativen Maßnahmen in der Region unterstützt wird.

Die deutsche Fallstudie wird sich in ihrer Arbeit an dem "Inception Report" orientieren. Darüber hinaus wird die Studie, in Abstimmung mit den Stakeholdern, folgende Fragen beleuchten:

Um das zu erreichen umfasst die Fallstudie die folgenden (Aktions-) Forschungsaktivitäten:

Haben Sie Fragen?

Schicken Sie ihre Anfragen bitte an Dagmar Ridder


[1] Original: Innovative Instruments and Institutions for implementing the WFD. (…innovative Instrumente und Institutionen zur Umsetzung der WRRL).


Warning: mysql_connect() [function.mysql-connect]: Can't connect to MySQL server on 'p50mysql99.secureserver.net' (4) in /home/content/05/14013405/html/i-five/logvisit.inc on line 3

Warning: mysql_select_db(): supplied argument is not a valid MySQL-Link resource in /home/content/05/14013405/html/i-five/logvisit.inc on line 4

Warning: mysql_query(): supplied argument is not a valid MySQL-Link resource in /home/content/05/14013405/html/i-five/logvisit.inc on line 7

Warning: mysql_close(): supplied argument is not a valid MySQL-Link resource in /home/content/05/14013405/html/i-five/logvisit.inc on line 8